Mitarbeiterzentrierte digitale Transformation

Im Zuge der digitalen Transformation ändern sich die Anforderungen an Arbeitnehmer radikal. Die Halbwertszeit von Wissen wird kürzer und lebenslanges Lernen ist zentral.

Welche Kompetenzen müssen Mitarbeiter mitbringen, um aktuell und künftig mit den Herausforderungen der digitalen Transformation zurechtzukommen? Wie kann man diese Kompetenzen im Bewerbungsprozess erfassen und wie kann man diese Kompetenzen entwickeln? Und wie kann man bei all dem den Menschen in den Mittelpunkt stellen? Bei der Beantwortung dieser Fragen unterstütze ich Ihr Unternehmen.

 

Bewerberzentrierte Personalauswahl in der digitalen Transformation

In zahlreichen Unternehmen erfolgt der erste Schritt der Personalauswahl häufig basierend auf Anschreiben und Lebenslauf. Diese fokussieren jedoch auf vergangene Erfahrungen und erlauben wenig Vorhersage, wie Mitarbeiter mit künftigen Herausforderungen umgehen werden, also auf deren Potenzial. Andererseits belegen unzählige Studien, dass Intelligenz und Persönlichkeit eine hervorragende Vorhersage auf Berufs- und Trainingserfolg erlauben und gute Instrumente zur Bestimmung des Potenzials sind. Sowohl Intelligenz als auch Persönlichkeit lassen sich zuverlässig mit Tests erfassen.

 

In Form von Online Assessment können Bewerber*innen diese Tests vom eigenen Notebook, Tablet oder Smartphone aus bearbeiten, und zwar noch bevor sie Anschreiben und Lebenslauf einreichen müssen. Da hier noch keine Fotos und persönlichen Angaben verwendet werden, ist die darauf basierende Entscheidung objektiver und fairer als eine erste Entscheidung basierend auf Anschreiben und Lebenslauf.

 

Idealerweise beginnt die digitale Personalauswahl jedoch noch zwei Schritte früher. Schritt 1 sollte eine sog. Realistic Job Preview, also eine realistische Tätigkeitsvorschau sein, d.h. Bewerber*innen sollten bereits auf der Website über Texte, Videos oder ein kleines Quiz einen ersten Eindruck davon bekommen, welche Anforderungen ein Job stellt und wie es ist, bei einem Unternehmen zu arbeiten. Darauf basierend können sie entscheiden, ob sie sich bewerben möchten.

 

Schritt 2 sollte die Bewerbung über ein Bewerbermanagement-System sein, da hier zügig einige Muss-Kriterien wie z.B. ein vorhandener Führerschein bei einer Vertriebsmitarbeiterin oder erforderliche Fremdsprachenkenntnisse bei einem Call-Center-Mitarbeiter erfragt werden können. Dies ermöglicht für Bewerber*innen schnelle Rückmeldungen und für Unternehmen mehr Transparenz bei gleichzeitiger Einhaltung der DSGVO. In Schritt 3 sollte dann das Online Assessment erfolgen, und erst dann sind Unterlagen wie Anschreiben und Lebenslauf erforderlich.

 

Ein gutes Auswahlverfahren endet hier aber nicht. Das persönliche Kennenlernen ist nach wie vor zentral. Dies sollte im Rahmen eines standardisierten Interviews oder Assessment Centers erfolgen, um auch in diesem letzten Schritt den am besten auf die Stelle passende Person zu identifizieren.

 

Mitarbeiterzentrierte Personalauswahl in der digitalen Transformation

In der Personalentwicklung liegt die Herausforderung aktuell darin, für Mitarbeiter*innen individuell festzustellen, wo sie stehen und welchen Entwicklungsbedarf sie haben. Hier ermöglichen digitale Tools zum einen mehr Eigenverantwortlichkeit, zum anderen auch eine individualisierte Personalentwicklung. Sie können kombiniert werden mit „klassischen“ Methoden wie Interviews oder Arbeitsproben. Mit Hilfe all dieser Instrumente kann erhoben werden, wo Mitarbeiter*innen in Bezug auf bestimmte Kompetenzen stehen, und es kann ihr Fortschritt gemessen werden. Hier ist ein besonderer Fokus auf digitalen und agilen Kompetenzen, weil zum einen immer mehr über digitale Tools gearbeitet wird, zum anderen agile Arbeitsformen immer mehr zunehmen.

 

Gerade im digitalen Zeitalter jedoch nehmen psychische Erkrankungen wie Depression, Angststörungen oder Burnout immer mehr zu, so dass der Umgang mit Stress auch ein Teil der Personalentwicklung sein sollte. Hier haben sich mittlerweile Meditation und Achtsamkeit gut etabliert, und es gibt Programme, mit denen Mitarbeiter die Techniken trainieren und anwenden können.

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Copyright Katharina Lochner